SPD Alt-Moabit.

Gemeinsam für ein lebenswertes Moabit!

26. Januar 2019

Allgemein

Neujahrsbrunch im Alverdes

SPD Alt-Moabit: traditioneller Neujahrsbrunch an neuem Ort

Am 20. Januar traf sich unsere Abteilung, SPD Alt-Moabit, zu ihrem traditionellen Neujahrsbrunch. 50 Genossinnen und Genossen aus der Abteilung blickten mit ihren Gästen auf das vergangene Jahr zurück und wagten einen Ausblick auf die kommenden Monate, die vor allem durch die Europawahl im Mai geprägt sein werden.

Zu Gast waren neben unserer Bundestagsabgeordneten für Mitte, Eva Högl, unter anderem mit Sonja Kreitmaier und Andreas Hauptenbuchner auch zwei Mitglieder der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Mitte. Ebenfalls der ehemalige Kreisvorsitzende Boris Velter war mit dabei. 

Eva Högl mit Begrüßung

Zu Beginn gedachten wir der Genossin Jutta Butschkau, die im vergangenen Jahr im Alter von 93 Jahren verstorben war. Jutta Butschkau war über viele Jahrzehnte in der Abteilung aktiv und hat sich zeitlebens für die Belange im Kiez eingesetzt.

Ebenfalls traditionell wurden viele Neumitglieder und Zugezogene begrüßt, sowie Heiko Hantschke für vierzig Jahre Mitgliedschaft in der SPD und seinen unermüdlichen Einsatz für die Abteilung geehrt. 

Da das Probierma(h)l im Westfälischen Viertel leider 2018 schließen musste, so dass der traditionelle Brunch erstmals im renovierten „Restaurant Alverdes“ im Kleinen Tiergarten an der Stromstraße stattfand.

gesellige Abteilung

Brigitte Nake-Mann nutzte die Chance und wies die Mitglieder und Gäste auf die Entwicklung dieser Lokalität hin:

„Woher kommt der Name „Alverdes“ für das Restaurant? Wer oder was ist „Alverdes“? Das wussten die wenigsten unter den Neujahrsgästen. Dabei hängt ein großen Porträtfoto von Willy (Wilhelm) Alverdes im neu gestalteten Gastraum, zusammen mit Beispielen und Details seiner Planungen für den Kleinen Tiergarten: Wasserbecken, Blumenbeete, Fontänen, Regenschutz, Rollerbahn und Gartenhöfe.

Willy Alverdes, geb. 1896, war ab 1950 Gartenamtsleiter im damaligen Berliner Bezirk Tiergarten. Der studierte Gartenarchitekt plante den Wiederaufbau des kriegszerstörten und nachkriegsgeschädigten Großen Tiergartens, den Fritz-Schloss-Park auf Trümmerschutt und den Carl-von-Ossietzky-Park auf einem ehemaligen Villengrundstück. Bei allen seinen Planungen hatte er die Erholungs- und Bildungsbedürfnisse der Stadtbewohner im Blick. Im dicht bevölkerten Moabit sollte der Kleine Tiergarten den Anwohnern eine „grüne Wohnstube“ bieten, mit Blick auf Blumen, Wasserspiele und Rasenflächen – so wie Bewohner anderer Stadtviertel ihren privaten Garten genießen können. Auch das „Park Café“ gehörte zur Planungskonzeption von Willy Alverdes, Parkbesucher sollten auch einkehren können.

kleiner Tiergarten am Restaurant Alverdes

Das Gebäude steht zusammen mit dem Kleinen Tiergarten seit 2010 unter Gartendenkmalschutz. Der Pächter des „Park Cafés“, Herr Avni Dogan, musste lange kämpfen, bis er vom Grünflächenamt und Bezirk (vermutlich war auch der Senat beteiligt), die Genehmigung zur Vergrößerung seiner Küche und des Gastraumes bekam. Dabei hatte er von Anfang an angeboten, mit der Erweiterung eine Toilette für Parkbesucher bauen zu lassen und zu pflegen, die vom Park her, ohne Nutzung der Gasträume, zu erreichen ist. Seit Juli 2018 ist das erweiterte Gebäude und die Parkterrasse für Gäste endlich eröffnet.

Wer sich für den Einsatz von Anwohnern und weiteren MoabiterInnen für die Qualitäten des Kleinen Tiergartens im Prozess der Umgestaltung mit Bundes-und Landesmitteln interessiert (2010 – 2018) , wird u.a. hier fündig:

(B. Nake-Mann, 20.01.2019)

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