Unser Moabit bleibt rot – und das ist auch gut so!

Thomas Isenberg

Thomas Isenberg

Thomas Isenberg hat bei der Abgeordnetenhauswahl am 18. September 2011 den Wahlkreis Mitte 3, der das südliche Moabit, das Hansaviertel und Tiergarten-Süd umfaßt,  erneut für die SPD gewinnen können. Thomas Isenberg ist bereits im Abgeordnetenhaus vertreten und dort der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion.  Thomas Isenberg, der hier im Kiez zu Hause ist und auch Mitglied der Abteilung Alt-Moabit ist,  war bereits seit über einem Jahr ständig im Kiez unterwegs und hat sich bei den Menschen und Institutionen bekanntgemacht. Dies hat sich nun ausgezahlt.

Doch wie auch auf Landesebene, gab es hier im Wahlkreis deutliche Verluste für die SPD. Es gibt also keinen Grund zum Feiern. Das mag zum Teil mit Inhalten auf der Bezirks- und Landesebene zu tun haben, doch spielte sich auch der aggressive Wahlkampf des grünen Kandidaten Siewer eine wichtige Rolle. Stärker als in vielen anderen Regionen Berlins wurde in unserem Kiez für die Grünen geworben, offenbar weil man gute Chancen auf einen Wahlerfolg sah. Da kann es auch nicht verwundern, dass die Stimmbezirke im Westfälischen Viertel mittlerweile fest in grüner Hand sind. Dass Thomas Isenberg im gesamten Wahlkreis nun mit 2,3 Prozent vorn liegt, freut uns von der SPD Alt-Moabit natürlich umso mehr.

Die CDU hat sich bereits frühzeitig damit abgefunden, in diem Wahlkreis nichts gewinnen zu können. In keinem Stimmbezirk ist die CDU auf Platz zwei- und das war auch nicht anders zu erwarten. Entsprechend hielt sich insbesondere der Einsatz ihres Wahlkreiskandidaten, Frank Henkel himself, in Grenzen. Es gab auch keine Erststimmenkampagne für den Wahlkreis mehr, was dafür spricht dass die CDU hier schon frühzeitig kapituliert hat. Warum Frank Henkel, der ja immerhin Regierender Bürgermeister werden wollte, in diesem aussichtslosen Wahlkreis verheizt wurde, bleibt das Geheimnis der CDU.

Mit Piraten hat eine neue Partei die politische Bühne betreten. Von unserer Seite freuen wir uns auf gute Ideen und Umgangsformen. Wir hoffen sehr darauf, dass gerade aus der SPD jede Form von Arroganz gegenüber der Piratenpartei vermieden wird. Noch ist es schwer, eine genaue Einordnung der Piratenpartei vorzunehmen. Oft wird  davon ausgegangen, die Piraten wären ein Jugendpartei, was so aber nicht stimmt. Bis auf die Generation 60+ erreicht die Piratenpartei in allen Altersgruppen gute Zustimmungswerte deutlich oberhalb von 5%. Bezogen auf unseren Kiez läßt sich keine klare Aussage machen, die Stimmbezirksergebisse  liegen zwischen 6 und 14 Prozent.

In der BVV Mitte bleibt die SPD klar stärkste Fraktion und stellt künftig 18 Verordnete, 1 weniger als zuvor. Das bedeutet künftig zwei Bezirksamtsmitglieder. Es ist beabsichtigt, in Kürze Gespräche mit denkbaren Partnern zur Bildung einer Zählgemeinschaft zu führen. Dass die SPD Alt-Moabit auch künftig keinen Verordneten stellt, bedauern wir sehr.

Das Team der SPD dankt allen, die am Wahlkampf mitgewirkt haben, insbesondere Dirk Kröger, unserem Wahlkampfbeauftragten und Abteilungsvorsitzenden, Thomas Isenberg und Katharina Klett, die seit Monaten mit viel Einsatz Veranstaltungen organisiert und Materialien beschafft haben; unser Dank geht an Ulrike Dehmel, Wahlkampfbeauftragte der SPD Mtte, und an unsere Nachbarabteilungen im Wahlkreis für viele gelungene gemeinsame Aktionen.

Und natürlich danken wir unseren Wählern und den Unterstützern außerhalb der Partei. Wir hoffen sehr, dass wir Ihrer Entscheidung für die SPD gerecht werden und stehen Ihnen als Ansprechpartner wie immer gern zur Verfügung.

Zur weitergehenden Information zum Wahlergebnis empfehlen wir folgende Links:

Stimmbezirksergebnisse Wahlkreis 3 (Karte)

Bericht des Landeswahlleiters für den Bezirk Mitte

AV

Auf der Suche nach Neu-Moabit

Berlin-Moabit

Berlin-Moabit

Klarer Fall: Wenn es Alt-Moabit gibt, muß es irgendwo auch Neu-Moabit geben. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht. Denn Alt-Moabit, zufällig auch Namensgeber unserer SPD-Abteilung, heißt nicht aufgrund seines Alters so. Vielmehr handelt es sich dabei um nichts anderes als eine Straße, zugegeben eine Hauptstraße, die seit 1875 diesen Namen trägt. Das gesamte Gebiet um diese Hauptstraße herum wurde erst in dieser Zeit bis um die Jahrhundertwende herum erstmals in seiner heutigen Form bebaut, eine Art Stadterweiterung also, denn das Gebiet wurde 1861 nach Berlin eingemeindet. Vor 1875 hieß die Straße „Spandauer Heerweg“ und diente wohl vorrangig der Verbringung von Soldaten und Gerät von Berlin in Richtung Westen.

Moabit ist keineswegs ein Fantasiename, sondern leitet sich ab vom biblischen Land der Moabiter, denn die Bezeichnung läßt sich auf die ersten Bewohner dieses Gebietes, die Hugenotten, zurückführen. Die französischen Glaubensflüchtlinge nannten ihren neuen Wohnsitz in Anlehnung an das Alte Testament terre de Moab, denn sie fanden hier ebenso Zuflucht wie die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten im Land der Moabiter, bevor ihnen der Einzug ins Land Kanaan gestattet wurde.

Auf die Idee, nach Alt-Moabit auch ein „Neu-Moabit“ zu definieren, ist bislang noch niemand gekommen. Und das, obwohl seit dem Mauerfall ganze Stadtteile aus dem Boden gestampft worden sind und werden, etwa um den neuen Hauptbahnhof und die Heidestraße herum.

Brunch der SPD Alt-Moabit am 28. Januar 2007

Zum alljährlichen Neujahrsbrunch kamen wir im “Probier Mahl” zusammen. Diese Veranstaltung ist für uns traditionell der Beginn des Jahres nach der Weihnachtspause.

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